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Unsere Saisonampel

In unseren Rezepten
findest Du Zutaten in
grüner und roter Schrift.
Grün bedeutet: hat
Saison und rot: hat
gerade nicht Saison!


Die Reste-Pizza

Foto_Pizza

Seit einiger Zeit sind meine Freundin Laura und ich nun auf der Suche nach dem wohl perfekten Reste-Essen,  dem Essen also bei dem man möglichst alles an Resten verbrauchen kann, die hier und dort anfallen in der Küche. Und ich möchte sagen, wir sind unserem Ziel in der letzten Woche schon erheblich näher gekommen. Es ist vielleicht noch nicht das beste Reste-Essen, aber es kommt diesem sehr nahe. Erstaunlicherweise ist es ein Rezept, welches seit ca. Mitte des 18. Jahrhunderts die Runde macht, sich zunächst nur in Italien äußerster Beliebtheit erfreute, um dann gegen Mitte des 20. Jahrhunderts ganz Europa zu erobern und nun auch uns. Es handelt sich um Pizza, wie mancher schon geahnt haben mag. Und es gibt einige Eigenschaften, die diese Pizza aufweist um sie zu einem zumindest heißen Kandidaten für das weltbeste Reste-Essen werden zu lassen:

1. sind die Grundzutaten für eine Pizza unschlagbar günstig: Mehl, Wasser, Backhefe, eine Prise Zucker und Salz sowie ein Schuss Olivenöl (der zugegebenermaßen schlagbare Teil) und Tomaten.

2. ist die Zubereitung schneller als man denkt, der Teig braucht bloß 15-20 Min im Backofen und gemacht ist er auch ziemlich flott. Nur der Hefe muss man zwischendurch etwas Zeit geben, damit sie sich richtig verausgaben kann. Macht also ungefähr 10 Min eigene Arbeit, den Rest macht die Hefe bzw. der Backofen.

3. Man kann so ziemlich alles darauf legen, was man an Gemüseresten, Käseresten, Wurstresten, Blütenresten und Kräuterresten in der Küche herumliegen hat. Und schlussendlich noch ein Pluspunkt: Die Pizza wird auf jeden Fall schmecken, weil man ja nur die Zutaten im Kühlschrank hat, die man ohnehin gerne isst!

Wenn euch das jetzt immer noch nicht überzeugen konnte, dann vielleicht die Tatsache, dass man ja praktisch überall Fertigteig kaufen kann,  den man auch länger im Kühlschrank lagern kann, für den Fall das man mal wieder ein Reste-Essen veranstalten möchte. Wer es lieber selbst  ausprobieren möchte, der findet hier das passende Rezept! Das alles ist natürlich auch geradezu wie gemacht für Abende in geselliger Runde, viel Spaß wünschen dabei Laura und Jannik!

Neues frisch vom Feld - Juni

frischesneuvomfeld_juni

 

Endlich ist er da: der Sommeranfang mit Sonne, herrlich warmen Temperaturen und lauen Sommernächten. Endlich kann man wieder Eis schleckend durch die Innenstadt flanieren, Rad fahren, Schwimmen gehen und an künstlichen oder sogar echten Sandstränden den Tag an sich vorbei ziehen lassen.  Und natürlich gibt es auch wieder neues frisches Obst und Gemüse auf unseren Märkten zu ergattern, das in diesem Wonnemonat Saison hat.

Warum regional kaufen?

Regional einzukaufen verhilft nicht nur zu einer besseren Ökobilanz. Das Obst und Gemüse welches aus dem Freiland stammt und an Ort und Stelle verkauft wird, darf auch länger reifen und wird nicht schon im unreifen Zustand geerntet. Dadurch enthalten diese Produkte in der Regel mehr Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Letztere können verschiedenste positive Wirkungen auf die menschliche Gesundheit haben, bspw. Wirken Liponsäuren aus Kartoffeln und Spinat antioxidativ und können der Regeneration von Vitamin C dienen. Mit regionalen Produkten kann man aber auch kreativer und abwechslungsreicher kochen, als das sonst der Fall ist. Und was noch hinzukommt ist die Vorfreude auf Produkte, die bald Saison haben werden. In Zeiten der Allverfügbarkeit von Waren aus allen Herren Ländern hat man die ja schon fast vergessen.

Auf dieses Gemüse und Obst kann man sich jetzt wieder freuen:

 

Heidelbeeren: enthalten hohe Menge an Gerbstoffen, die Durchfallerkrankungen entgegen wirken können. Außerdem wirken diese leicht antibakteriell und schmerzlindernd.

Himbeere: ist nicht wie der Name vermuten lässt eine Beere, sondern eine Sammelsteinfrucht. Neben Vitamin C enthält sie auch Vitamin A, Biotin und Rutin. Rutin ist ein Flavonoid, das im Menschen antioxidativ wirkt.

Gurken: stammen vor Juni in der Regel aus Gewächshäusern. Ab jetzt bis einschließlich September kann man dieses Gemüse auch aus dem Freiland kaufen. Die Gurke besitzt botanisch gesehen übrigens Früchte und zwar Beeren. Im reifen Zustand werden die Früchte gelb, man isst sie also unreif, bspw. in einem sommerlich frischen Tortellini-Salat!

Johannisbeeren: gibt es in schwarz, rot und weiß. Besonders die schwarze Johannisbeere enthält sehr viel Vitamin C (ca. 5 mal so viel wie in Zitronen). Außerdem weist sie einen sehr hohen Gehalt an Gamma-Linolensäure auf, die insbesondere bei Neurodermitis-Patienten die Schutz- und Barrierefunktion der Haut erhöhen kann.

Kartoffeln: sind verwandt mit Tabak, Tomaten und Paprika, hingegen aber nicht wie man annehmen könnte mit der Süßkartoffel, deren gleiche Namensgebung nur von dem ähnlichen Aussehen herrührt. In Form von Backofengemüse machen sie sich wirklich hervorragend!

Möhren: enthalten sehr viel Karotin, eine Vorstufe des Vitamin A. Dieses ist sehr wichtig für den Sehprozess, aber auch am Aufbau und Wachstum von Knochen beteiligt, weswegen speziell bei Kindern auf eine ausreichede Vitamin-A-Versorgung geachtet werden sollte. Sehr leicht und wohlschmeckend lässt sich das mit einer Möhrencremesuppe bewerkstelligen.

Pfirsiche: wurden erstmals in China 2000 v. Chr. kultiviert. Der Pfirsich ist dort noch heute ein Symbol für Unsterblichkeit. Über Persien und Griechenland gelangte er zu den Römern und anschließend nach Mitteleuropa. Im Mittelalter findet er bei Hildegard von Bingen als Heilpflanze Erwähnung. Sie empfahl die Frucht samt Kern, die Blätter, Rinde und Harz zur äußerlichen Anwendung bei tränenden Augen, Kopfschmerzen und Gicht.

Rote Bete: ist mit Mangold und der Zuckerrübe verwandt. Die Rote Bete hat einen hohen Gehalt an Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure. Allerdings ist wie beim Mangold auch hier viel Oxalsäure vorhanden und sollte deswegen von Personen, die zur Bildung von Nierensteinen neigen nur in Maßen genossen werden.

Rotkohl: im süddeutschen Raum auch Blaukraut genannt. Die unterschiedliche Benennung hängt damit zusammen, dass die Färbung des Rotkohls pH- abhängig ist. Im norddeutschen Raum wird der Rotkohl eher mit säurehaltigen Zutaten wie Wein und Essig zubereitet und entwickelt dadurch sein rote Farbe. Im Süddeutschen werden traditionell eher Zucker oder alkalische Zutaten verwandt, die zu einer blauen Färbung führen.

Steinpilze: Unter diesen Namen fallen mehrere Arten der Gattung Dickröhrlinge. Seinen Namen verdankt dieser Pilz seinem im Vergleich zu anderen Pilzen sehr festen Fleisch. Besondere Bedeutung hat hier der Fichtensteinpilz, der kommerziell gehandelt wird. Andere Arten stehen unter Naturschutz und dürfen ausschließlich zum Eigenverzehr gesammelt werden.

Tomaten: stammen ursprünglich aus Mittel-und Südamerika. Bereits die alten Azteken haben diese als „xictomatl“ und später „tomatl“ kultiviert, was so viel wie anschwellen heißt. Zum kommerziellen Anbau in Deutschland kam es dann rund 2000 Jahre später, nämlich um 1890. Heute ist die Tomate das meist verzehrte Gemüse in Deutschland. Aus aktuellem Anlass (EHEC) vorsichtshalber mal nicht roh im Salat verwenden, sondern zum Beispiel im Gorgonzola- Tomaten- Risotto.

Weißkohl: enthält viel Vitamin C (46mg/100g) und wirkt durch das enthaltene Thiocyanat antibiotisch.

Zuckerschoten: weisen den typischen Geschmack von Erbsen auf, nur sind sie durch ihren hohen Zuckergehalt deutlich süßer. Bilden wenn sie kurz blanchiert und dann in Butter geschwenkt werden eine köstliche Beilage zu Fisch und Fleischgerichten.

Zwiebel: wirkt sich durch ihre schwefelhaltigen Inhaltsstoffe positiv auf die Cholesterinwerte aus. Außerdem ist die Zwiebel eine gute Zinkquelle und ist in Deutschland somit nicht zu Unrecht das zweitmeist angebaute Gemüse.

 

Bildquelle:

Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany

Kochen für's Klima

KlimaKochbuch_n

„Was hat es denn bloß mit dem Klima zu tun was ich zu Hause koche?“, wird sich so mancher wohl fragen wenn er auf dieses Thema stößt. Doch wie wir was kochen hat tatsächlich mehr mit unserem Klima zu tun, als man im ersten Moment denkt. Zum Beispiel macht es einen großen Unterschied, ob man sich am eigenen Herd ein großes Steak in die Pfanne haut oder ob man auf eine Ernährung mit viel Gemüse und wenig Fleisch achtet. Allerdings ist auch Gemüse nicht gleich Gemüse: eine Tomate die im Gewächshaus außerhalb der Saison heranreifen durfte hat 265mal so viel CO2- Ausstoß hervorgerufen, wie ihre Artgenossin die während der Saison aus ökologischem Anbau stammt. Wem das jetzt alles erst mal ein wenig zu kompliziert erscheint, der sollte sich nicht entmutigen lassen und stattdessen einen Blick in „Das Klimakochbuch“ wagen.

Neues frisch vom Feld

Bild von Sellerie, Portulak, Zuckerrübe

Auch wenn der Monat Mai schon einige Tage alt ist, möchte ich euch heute eine neue Serie vorstellen. Unter dem Titel „Neues frisch vom Feld“ wird ab nun jeden Monat das Gemüse und Obst vorgestellt, das gerade Saison hat und aus der Region kommt.

Regional einzukaufen verhilft nicht nur zu einer besseren Ökobilanz. Das Obst und Gemüse welches aus dem Freiland stammt und an Ort und Stelle verkauft wird, darf auch länger reifen und wird nicht schon im unreifen Zustand geerntet. Dadurch enthalten diese Produkte in der Regel mehr Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Letztere können verschiedenste positive Wirkungen auf die menschliche Gesundheit haben, bspw. wirken Liponsäuren aus Kartoffeln und Spinat antioxidativ und können der Regeneration von Vitamin C dienen. Mit regionalen Produkten kann man aber auch kreativer und abwechslungsreicher kochen, als das sonst der Fall ist. Und was noch hinzukommt ist die Vorfreude auf Produkte, die bald Saison haben werden. In Zeiten der Allverfügbarkeit von Waren aus allen Herren Ländern hat man die ja schon fast vergessen.

 

In diesem Monat kann man sich auf vieles Neue freuen:

 

Blumenkohl: reich an Vitaminen B,C und Mineralstoffen, die sich besonders gut halten wenn der Blumenkohl nur leicht gedünstet gegessen wird. Enthält zudem sehr wenig Kalorien.

Brokkoli: enthält neben den Vitaminen B1,2,6 C und E auch zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, wie beispielsweise Glucosinolate, denen eine krebshemmende Wirkung nachgesagt wird.

Eichblattsalat: hat einen leicht nussigen Geschmack, der mit einer Nuss-Vinaigrette gut betont werden kann. Er ist sehr empfindlich und sollte deswegen schnell verbraucht werden.

Eisbergsalat: verdankt seinen Namen der Tatsache, dass er früher auf Eisblöcken gelagert transportiert wurde. Erstmals gezüchtet wurde dieser Salat in den USA. Süddeutschland ist eines der europäischen Hauptanbaugebiete geworden. Im Freiland wird er von Mai bis September geerntet.

Endiviensalat: wurde bereits in der Antike angebaut und von Plinius (23-79 n.Chr.), einem römischen Gelehrten erwähnt. Nach ihm sollte die Endivie in Salz und Essig eingelegt werden, um sie später gekocht zu verzehren. Im Lauf der Geschichte gelangte die Endivie dann auch nach Deutschland, wo heute fünf verschiedene Sorten angebaut werden: Escariol, Eskarol, Glatte Endivie und Winterendivie.

Feldsalat: wartet mit den Vitaminen C, E und Provitamin A auf. Außerdem ist es die beste pflanzliche Jodquelle mit 62mg auf 100g Feldsalat.

Mangold: ist eine Kulturform der Rübe und verwandt mit der Zuckerrübe. Früher wurde die Wurzel ausgekocht, um Zucker zu gewinnen. Heute werden nur noch die Blätter und Stiele verwertet. Allerdings sollte man diese wegen des sehr hohen Oxalsäuregehalts nicht roh verzehren, sondern kochen wodurch sich die Menge an Oxalsäure verringert.

Portulak: findet bereits im 8. Jh. vor Christus in einer babylonischen Schrift als Heilpflanze Erwähnung und ist heute unberechtigterweise ein wenig in Vergessenheit geraten.

Radieschen: enthalten Senföle, die bakteriellen Infektionen vorbeugen helfen. Den Radieschen werden aber noch einige weitere gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. So soll der Genuss von Radieschen Gicht, Gelenkrheumatismus, Gallen- und Leberleiden lindern helfen.

Rettich

Rucola: galt bei den alten Germanen als Potenzmittel und gelangte erst mit der Besatzung Germaniens in den Mittelmeerraum. Derweil geriet Rucola (oder Rauke) hierzulande in Vergessenheit und wurde erst mit dem Trend zur mediterranen Küche als Zusatz von Pizza, Pesto und Risotto wiederentdeckt.

Sellerie: hilft durch die in ihm enthaltenen Phtalide auf natürliche Art den Blutdruck zu senken. Das wusste sogar schon Hippokrates, der den Saft des Selleries an seine Patienten verschrieb.

Kohlrabi: kommt jetzt Mitte Mai frisch von den Feldern. Sicherlich bemerkenswert ist, dass die Blätter sehr viel Provitamin A enthalten und neben dem verdickten Stengel zum Verzehr geeignet sind!

Zucchini: ist ebenfalls ab Mitte Mai vom Feldanbau erhältlich. Die Zucchini gehört zu Gattung der Kürbisgewächse. Die Frucht kann tatsächlich auch die Größe eines Kürbisses erreichen, wenn man sie denn lässt und nicht frühzeitig aberntet.

Obst

Erdbeeren: sind wahre Vitamin-C-Bomben, mit 100g Erdbeeren deckt man 87% seines Tagesbedarfs! Ob man’s glaubt oder nicht, sie enthalten damit sogar mehr Vitamin C als Orangen oder Zitronen.

 

Bildquelle:

Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany

Grundzutaten die man immer zu Hause haben sollte

Grundzutaten_foto

 

Damit man sich auch mal spontan schnell was kochen kann und nicht vor jedem Essen eine Menge zukaufen muss, lohnt es sich immer einige Grundzutaten zu Hause zu haben. Was bei mir inzwischen zu Hause so gut wie immer vorhanden ist möchte ich euch deswegen gerne mal vorstellen:

 

Reis:      es lohnt sich neben dem üblichen Langkornreis auch beispielsweise Arborio vorrätig zu haben. Dieser eignet sich bestens für Risotto, das sehr sehr schnell gemacht (20min) ist und super schmeckt! Ein passendes Rezept findet ihr hier: Tomaten- Gorgonzola- Risotto

Spaghetti

Olivenöl:     sollte dunkel, kühl und verschlossen gelagert werden, da Licht und Sauerstoff die Qualität mindern. Deswegen sind dunkel getönte Glasflaschen auch ein Indiz für eine gute Qualität des Öls.

Sonnenblumenöl    oder z.B. auch Biskin für den kulinarischen Alltag

Leinöl:     ist ein sehr gesundes Öl mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren (49%), Vitamin E und Lecithin. Schmeckt dazu auch noch hervorragend zusammen mit Pellkartoffeln und Kräuterquark! Ein absolut empfehlenswertes Reste-Essen ;).

Kartoffeln

Gewürzsammlung:     im Supermarkt einfach mal beherzt ins Fach mit den gerebelten Kräutern und Gewürzen greifen. Wir haben eigentlich immer Basilikum, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Paprika Edelsüß, Curry und Zimt vorrätig.

Gemüsebrühe

Weißwein:     kann zum Kochen natürlich ruhig günstig sein, beispielsweise für Risotto sehr wichtig!

Zitronensaft

Wer gerne asiatisch isst und kocht sollte auch immer Süße Chilisoße, Sambal Oelek, Sojasoße und Eiernudeln aus dem Asialaden seines Vertrauens parat haben. Die Sachen aus den üblichen Supermärkten haben wir auch schonmal ausgetestet, aber meiner Meinung nach ist da schon ein deutlicher Geschmacksunterschied feststellbar, also nicht zu empfehlen.

Wenn man dann noch darauf achtet, dass man immer ein wenig Gemüse im Kühlschrank hat, kann mit diesen Basiszutaten schon eine ganze Menge anfangen!